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NotfÀlle!!!!!!

Hallo zusammen,

gestatten, mein Name ist Davignon. Meist werde ich aber Davi genannt. Auch ich bin so ein armer Hund aus einer Tötungsstation in Frankreich und ich sage euch, bei mir war es knapp. Nur wenige Stunden bevor ich eingeschlĂ€fert werden sollte (und ich bin kerngesund und nur etwas mehr als ein Jahr alt) haben „Bretonen in Not“ und mein Frauchen mich da rausgeholt – ohne mich zu kennen, da ich ihnen leid getan habe. Ich sage euch, ich war heilfroh.

Als ich bei meinem Frauchen angekommen bin, war deren erster Gedanke, was sie sich da eingehandelt hat. Denn ich war völlig nervös, ĂŒberdreht und kaum zu bĂ€ndigen. Ist ja auch kein Wunder. Schließlich war ich mehr als 14 Stunden unterwegs, erst im Zug und dann im Auto. Als ich ins Auto von meinem Frauchen eingestiegen bin, hat sie nur gebetet, dass sie mich gut nach Hause bringt, denn ich habe herzzerreißend gejault und das schöne Hundekissen zerfetzt, das die Wolle flog. Naja, ging dann auch vorĂŒber und nach Wasser, einem Fressen, Gassi und vielen Streicheleinheiten von Herrchen, Frauchen und Klein-Frauchen ging‘s mir besser. Frauchen hat wegen mir in der ersten Nacht auf der Couch geschlafen und ich war so nervös, dass ich jedesmal, wenn sie sich gedreht hat, vor der Couch stand. Musste doch gucken, was sie macht. Naja, jedenfalls lass ich sie mittlerweile schlafen, auch wenn ich meist frĂŒh um 6 oder 7 Krach mache, weil ich mal muss, auch wenn ich noch so spĂ€t draußen war.

In den ersten Tagen hat Frauchen noch eine Hundetrainerin fĂŒr mich engagiert, da ich nicht wusste, was ich bei Sitz, Platz, Bleib oder an der Leine machen sollte. Aber Erziehung muss sein und ich bin ein so gelehriger Hund, dass ich in vier Wochen Sitz, Platz, Bleib, Warten, Komm, Aus und an der Leine gehen ohne zu zerren gelernt habe.

Ich bin so froh, dass wir am Waldrand wohnen, denn wir sind schnell in meinem Element und ich liebe es stundenlang durchs hohe Gras oder ĂŒber weichen Waldboden zu hopsen. Am einem Wochenende waren wir fĂŒnf Stunden wandern. Meine Leute waren k.o. nur ich nicht. Menschen halten auch ĂŒberhaupt nix durch. 


Manchmal verĂ€ppelt mich am Abend beim Spaziergang ein Fuchs oder ein Reh (ja hier gibt es wirklich Wild) indem es immer wieder vor mir auftaucht. Das finde ich gemein von denen, denn da ich an der Leine bin, darf ich nicht hinterher, auch wenn ich so gern möchte. Hm, kann ich aber verstehen. Frauchen hat halt Angst, dass ich ausreißen wĂŒrde oder den anderen Tieren was tue. Naja, bin halt ein Jagdhund.

Besonders mag ich, wenn Frauchen mit mir im Wald Suchspiele macht. Dann muss ich meine Nase anstrengen und kleine Leckerli suchen. Auch wenn ich ein Jagdhund bin, war das am Anfang gar nicht so einfach. Wusste ja nicht, was ich machen sollte.  

Und ich liebe Wasser. In jeder PfĂŒtze bin ich drin und baden ist auch kein Problem fĂŒr mich. Muss ich immer mal wieder, da ich mich gern wĂ€lze und stĂ€ndig Matschpfoten habe.

FĂŒr meine Gelehrigkeit hat Frauchen mir ein Geschirr anfertigen lassen. Hier gibt es eine Frau, die so was nĂ€ht. Echte Maßarbeit. Naja, da ich als Hund ein „von“ im Namen trage, ist das standesgemĂ€ĂŸ. Jaul, wuff.

Fressen tue ich wie ein Weltmeister, da der Tierarzt gesagt hat, ich sei so dĂŒnn, dass ich unbedingt zunehmen mĂŒsse. Heute waren wir wieder beim Metzger und konnte ich es nicht abwarten bis ich meine Belohnung fĂŒrs Warten bekomme. So habe ich meine lange Leine genutzt und bin Frauchen bis in den Eingang der Metzgerei gefolgt. Das fanden alle ganz lustig – auch der Metzger, der Frauchen deswegen extra was fĂŒr mich in die TĂŒte getan hat.

Katzen wĂŒrde ich auch so gerne jagen. Aber ich darf nicht. Will doch nur spielen. Aber die machen immer gleich einen Buckel, wenn Sie mich sehen und fauchen. Warum nur?

An Pferde (mein kleines Frauchen reitet und da darf ich sie mit dem großen Frauchen zu Fuß begleiten) habe ich mich mittlerweile gewöhnt. Auch wenn ich denen doch respektvoll aus dem Wege gehe. Sind mir halt zu groß.

Gesellschaft habe ich zum Beispiel mit der NachbarhĂŒndin, mit der ich gern im Garten spiele.

GolfbÀlle mag ich sehr. So sehr, dass ich ihnen immer hinterherrenne. Da das Herrchen gar nicht gefallen hat, muss ich nun wenn er Golf spielt, bei Frauchen bleiben.

Streicheln ist meine Welt. Kaum liegt Frauchen Abends auf der Couch oder sitzt irgendwo, muss ich hinterher. Meistens lege ich dann den Kopf auf Ihren Bauch und lasse mich  ausgiebig kraulen oder in meinem Körbchen.

Meinen Spielzeugball mit einer Schelle drin, hatte ich nach 24 Stunden schon kaputt gebissen. Ich musste ja schließlich wissen, was drin ist. Und auch das Kabel von Frauchens BĂŒrolampe musste dran glauben. Hm, da war sie nicht so erfreut. Warum eigentlich? Und auch den Papierkorb sortiere ich höchst gerne aus.

Noch bevor jemand klingelt, bin ich schon da und warne meine Menschen. Ich glaube der Postbote ist ganz froh, dass ich im Haus bin, auch wenn zu Besuchern eigentlich ganz friedlich bin.

So, dass wollte ich euch mal schreiben, damit ihr seht, was aus scheinbar hoffnungslosen FĂ€llen fĂŒr Traumhunde werden können damit noch ganz viele meiner Kameraden aus den Tötungsstation gerettet werden. Vielleicht nehmt ihr einen bei euch auf?

Es grĂŒĂŸt euch

Davignon (D’Avignon/Davi)

Gooding
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